Snooker und seine Regeln wurden 1875 von britischen Kolonialoffizieren in Indien begründet, wobei das Spiel anfangs mit 15 roten und einem schwarze Ball (Black Pool) gespielt wurde. Um es anspruchsvoller zu machen wurde Snooker im Laufe der Jahre um 5 weitere farbige Bälle erweitert und so entstand die Billiardform wie wir sie heute kennen.

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Es müssen 15 rote und 6 andersfärbige Bälle abwechselnd gelocht werden – wobei die andersfärbigen wieder auf festgelegten Markierungen am Tisch platziert werden. Entsprechend den jeweiligen Wertigkeiten der gelochten Bälle summieren sich die von einem Spieler erzielten Punkte.

Neben dem Lochen von Bällen hat auch das taktische Spiel einen großen Stellenwert. Positioniert man den Spielbal so, dass der Gegner sein Ziel nicht in direkter Linie anspielen kann, so gilt dieser als ‚gesnookert‘. Daher hat Snooker auch den Spitznahmen ‚Schach mit Kugeln‘.

Snooker ist nach wie vor eine der beliebtesten Sportarten im Vereinigten Königreich und kann sich dort, was die Anzahl an Vereinsspielern betrifft, selbst mit Fussball messen.
Seine Popularität verdankt Snooker dabei auch dem Fernsehen. Mit dem Aufkommen des Farbfernsehens nahm die BBC Snooker gezielt in sein Programm auf – die verschiedenfarbigen Kugeln des Spiels sollten die Qualität des Farbfernsehens unterstreichen.

Apropos TV: Unter den im TV präsentierten Billiard-Sportarten ist Snooker der unangefochtene Star. Dank der umfangreichen Berichterstattung auf europäischen Sendern – mehr als 20 Profiturniere im Jahr werden teilweise live übertragen – sind die herausragenden Persönlichkeiten wie Ronnie O’Sullivan, Judd Trump und John Higgins auch hierzulande dem breiten Publikum ein Begriff. Bei vielen unserer Spielern hat wurde das Interesse am Snooker geweckt, als sie beim Zappen einmal zufällig bei einem Match hängen geblieben sind.

In Österreich sind Snooker-Turniere des Österreichischen Snooker & Billiardsverbands (ÖSBV) in der allgemeinen Klasse (für Spielerinnen und Spieler) in 3 Leistungsstufen unterteilt. Bei jedem Turnier sammeln Spieler Punkte für die nationale Rangliste.
Challenge Qualifier Turniere werden an festgelegten Spieltagen von Vereinen organisiert und sind besonders für Einsteiger und Snooker-Neulinge gedacht. Eine Vereinsmitgliedschaft ist dafür nicht notwendig.

Über die Platzierung im Challenge Qualifier können sich Spieler die Startberechtigung für die nächst höhere Klasse, die Challenge, sichern. Pro Turnus findet in jeder Region (West, Mitte, Süd, Ost) jeweils ein Challenge Turnier statt. Wiener Spieler qualizifieren sich für die Challenge Ost.

Die höchste Spielklasse in Österreich ist die Grand Prix Serie für die Top 16 Spieler.

Neben Turnieren der allgemeinen Klasse veranstaltet der ÖSBV auch Turnier für Jugendliche (U-16), Junioren (U-21), Damen, Masters (Ü-40) sowie Doppelturniere.
Für die Qualifikation zu den Österreichischen Meisterschaften und Staatsmeisterschaften ist die Position in der jeweiligen Rangliste ausschlaggebend.

Auf Landesebene veranstaltet der Wiener Snooker- und Billiardsverband Landesmeisterschaften bzw. Wiener Meisterschaften in der allgemeinen Klasse, für Damen, Junioren, Masters und im Doppel. Startberechtigt sind alle Spieler von WBSV Mitgliedsvereinen.